Besuch der 2. Klassen im barocken Studierzimmer
Die 2A und die 2B besuchten mit ihrem Religionslehrer Pater Matthäus das barocke Studierzimmer der Stiftsbibliothek. Dort zeigte ihnen Stiftsarchivar Markus Bürscher einige Exemplare der ältesten Bibelhandschriften des Stiftes sowie die Baupläne des Hauses.
Der Archivar erklärte ihnen die Entwicklung von den Handschriften bis hin zu den frühesten Druckexemplaren des Stiftes. Sie durften auch die ersten Baupläne für einen barocken Neubau des Stiftes sehen, die der Italiener Giovanni Giacomo Enea Zoardi entworfen hatte und auf die der spätere Baumeister Joseph Munggenast „aufgebaut“ hat.
Laura Fehringer (2A) schildert ihre persönlichen Eindrücke:
„Das barocke Studierzimmer im Stift Seitenstetten ist Teil der alten Bibliothek. In der Mitte des Raumes befindet sich ein alter, großer Globus. Der Raum wurde mit einer schönen himmelbauen, rosafarbenen und goldenen Wandmalerei mit Blumen verziert. In einem der Bücherregale ist auch eine Geheimtür eingebaut, durch die man zu weiteren Bibliotheksräumen gelangt. Diese Tür ist fast nicht zu erkennen, da sie mit vielen Buchrücken verklebt wurde. Somit glaubt man, dass es sich um eine ganz normale Bücherregalwand handelt. Die gesamte Bibliothek umfasst ca. 120.000 Bände."
Markus Bürscher schmückte seine Erklärungen mit netten Anekdoten aus. So erzählte er den Schüler:innen von dem eigenen Beruf des „Ohrenschmalzsammlers“ und fügte dabei schmunzelnd an: „Eigentlich schade, dass dieser Beruf ausgestorben ist.“ Bei den Schüler:innen stießen gerade solche Geschichten auf großes Interesse.
Für alle, die mehr erfahren wollen:
https://stift-seitenstetten.at/leben-im-kloster/archiv-und-bibliothek/